Schichtenaufbau
Temperatur, Feuchtigkeit, mechanische und Umwelteinflüsse – um das Dach vor diesen Belastungen zu schützen, wird die Abdichtung in mehreren Funktionsschichten verlegt:
Unterkonstruktion
Die Unterkonstruktion des Flachdaches schließt das Gebäude nach oben ab. Sie dient den nachstehend beschriebenen Bauteilschichten als tragendes Element. Je nach Bauweise besteht die Unterkonstruktion aus Stahlbeton, Porenbeton, Stahltrapezblechen oder Holzwerkstoffen.
Voranstrich
Bei verklebten Dachaufbauten wird als Voranstrich eine kaltflüssige Bitumenlösung oder eine Bitumenemulsion auf die Unterkonstruktion aufgebracht. Sie bindet Staub und dient damit der Haftvermittlung zwischen Unterkonstruktion und darüber liegenden Bauschichten. Mit seiner günstigen Zusammensetzung eignet sich der Voranstrich Burkolit V für nahezu alle Untergründe.
Trennlage
Nicht auf jedem Untergrund ist eine direkte Verklebung des Aufbaus möglich und zulässig. Besonders bei Holzunterkonstruktionen gilt es wichtige Sicherheitsaspekte zu beachten. Hier ist zusätzlich eine geeignete Trennlage erforderlich, um das Holz vor der Flamme zu schützen und mechanische Spannungsübertragungen auszugleichen. Ideal eignet sich dafür die Trenn- und Ausgleichsbahn BauderFLEX TA 600 – sowohl im Neubau als auch bei der Sanierung. Sie überzeugt durch hohe Dehnfähigkeit und mechanische Festigkeit. Nagelausreißstellen sind damit kein Thema. Und kurze Verlegezeiten durch große Rollenlängen machen sie besonders wirtschaftlich.
Dampfsperre
Um eine Durchfeuchtung von Bauteilen zu verhindern, muss die Dampfsperre jede Diffusion von innen zuverlässig ausschließen. Sicher und zeitsparend sind hier die Schnellschweißbahnen BauderTHERM DS 1 DUO und BauderTHERM DS 2. Ihre Therm-Streifen mit aktivierbarem Selbstklebe-Bitumen verkürzen die Verlegezeit erheblich und ermöglichen eine schnellere Aufbringung der Wärmedämmung – ohne zusätzliche Klebemittel.
Bei Stahltrapezblech- und Holzunterkonstruktionen überzeugen die kaltselbstklebenden Dampfsperren BauderTEC KSD DUO bzw. BauderTEC DBR als brandlastreduzierte Dampfsperre durch kurze Verlegezeiten ohne Brenner.
Wärmedämmschicht
Eine Schicht aus Wärmedämmplatten hält die Raumtemperatur konstant und minimiert winterliche Wärmeverluste. Als wirksamster gebräuchlicher Dämmstoff garantiert Polyiso-Hartschaum (PIR) schon bei geringer Dicke eine hohe Dämmleistung: mit BauderPIR FA (Lambda=0,023 W/(m.K)), BauderPIR M (Lambda=0,026 - 0,028 W/(m.K)) oder BauderPIR T Gefälledämmplatten (Lambda=0,030 W/(m.K)).
Erste Lage der Dachabdichtung
Für dauerhafte Sicherheit sorgen hier die robusten BauderFLEX Elastomerbitumen-Schweißbahnen oder die schnell verlegbare BauderTHERM UL 50. Dank ihres exzellenten Kaltbiegeverhaltens und ihrer hohen Wärmestandfestigkeit halten beide höchsten Belastungen stand – zuverlässig auch noch nach Jahrzehnten. Wird die erste Lage auf einem temperaturempfindlichen Untergrund wie EPS-Dämmplatten verlegt, kommt eine Heißverklebung nicht in Frage. Hier ist die kaltselbstklebende Abdichtungsbahn BauderTEC KSA DUO bzw. BauderTEC KSA eine optimale Lösung.
Oberlage der Dachabdichtung
Als oberste Schicht muss die Abdichtungs-Oberlage Wind und Wetter trotzen. Ihre Qualität entscheidet maßgeblich über die Lebensdauer des Daches. Das Bauder-Spitzenprodukt BauderKARAT setzt mit seiner außergewöhnlichen Alterungsbe-ständigkeit bis heute Maßstäbe, welche die DIN-Anforderungen bei weitem übertreffen. Hohe Qualität und kurze Verlegezeit verbindet außerdem die Oberlagsbahn Baukubit K5K. Lassen brandschutztechnische Erfordernisse den Brennereinsatz nicht zu, eignet sich die Kaltselbstklebebahn BauderTEC KSO SN.
Für Dachbegrünungen kann die Ausführung mit der durchwurzelungsfesten Spezialbitumen-Schweißbahn BauderPLANT E erfolgen.
Eine echte Alternative zur Abdichtung mit Bitumenbahnen stellen vor allem bei Leichtdachkonstruktionen Kunststoff-Dachbahnen dar. Insbesonders das ebenfalls durchwurzelungsfeste FPO-Abdichtungssystem BauderTHERMOPLAN lässt in Sachen Qualität, Langlebigkeit und Verlegefreundlichkeit keinerlei Wünsche offen.
Nutz- und Schutzschicht
Neben den statischen Voraussetzungen entscheidet allein der Wunsch des Bauherrn über eine sinnvolle Nutzung der Dachfläche. Wo immer möglich, sollte deshalb die Möglichkeit wahrgenommen werden, das Gebäude durch eine Dachbegrünung optisch, ökologisch und bautechnisch zu bereichern. Anderweitig genutzte Flächen können durch einen Plattenbelag zugänglich gemacht werden. Beide Nutzanwendungen bilden zugleich einen zusätzlichen Schutz der Abdichtungslagen vor Temperatur- und UV-Belastungen.